Ein führendes chinesisches Aluminiumunternehmen stand vor der Herausforderung, sich auf die Anforderungen des Kohlenstoff-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) vorzubereiten. Als Unternehmen der Aluminiumindustrie mit einer Produktionsleistung von 40 Millionen mT Aluminiumausstoß musste einen strukturierten Ansatz entwickeln, um die EU-Vorgaben zu erfüllen, Risiken in der Berichterstattung zu minimieren und die Zusammenarbeit mit europäischen Importeuren abzusichern. Im Rahmen des Projekts, das am 01.02.2025 starteten, wurden Leistungen in den Bereichen CBAM-Compliance-Strategie, Emissionsberichterstattung, regulatorische Ausrichtung sowie eine End-to-End-Traceability-Lösung bereitgestellt.
Mit der Einführung von CBAM wurden für importierte emissionsintensive Güter - darunter auch Aluminium - neue Anforderungen an die CO₂-Berichterstattung und potenzielle Abgaben geschaffen. Für das Unternehmen bedeutete das, kurzfristig einen belastbaren Compliance-Rahmen aufzubauen, der sowohl die Einhaltung der EU-Regularien als auch die wirtschaftliche Effizienz sicherstellt.
Zu den zentralen Herausforderungen gehörten:
Vor der Zusammenarbeit bestand insbesondere Unsicherheit darüber, welche konkreten Anforderungen erfüllt werden mussten. Diese Ausgangslage erhöhte das Risiko, Verifizierungen nicht zu bestehen, die Erwartungen von Kunden nicht zu erfüllen und bestehende Transaktionsbeziehungen zu gefährden.
Zur Bewältigung dieser Anforderungen wurde eine CBAM-Konformitäts-Roadmap entwickelt, die das Reporting des Unternehmens an den geltenden EU-Standards ausrichtet. Dabei wurde der Ansatz an die tatsächliche technologische Situation in der Produktion angepasst.
Ein zentraler Bestandteil der Lösung war der Einsatz der Regulierungsbehörde ARTEM CBAM-Plattform, um Emissionsangaben effizient zu strukturieren und CBAM-Berichte to be submitted on time.
Darüber hinaus wurde die Plattform genutzt, um ein System für die Erfassung und Weitergabe realer Emissionsdaten zwischen den Produktionslinien und den EU-Importeuren zu unterstützen. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, die Nachverfolgbarkeit zu stärken und die tarifliche Belastung so weit wie möglich zu reduzieren.
Die Umsetzung erfolgte in mehreren Phasen:
Phase 1: Bewertung der Einhaltung der Vorschriften
Zunächst wurden die vorhandenen Daten sowie regulatorische Lücken analysiert.
Phase 2: Digitale Emissionsverfolgung und CBAM-Monitoring
Anschließend wurde ein digitales Framework für Emissionstracking, CBAM-Monitoring und Reporting implementiert.
Phase 3: Ausbildung und Zukunftssicherung
Im nächsten Schritt wurde das interne Team zu den CBAM-Anforderungen geschult, um die Compliance langfristig abzusichern.
Phase 4: Überwachung und Deklarationen
Abschließend lag der Fokus auf dem laufenden Monitoring sowie der Übermittlung der CBAM-Deklarationen an EU-Importeure und zuständige Stellen.
Das Projekt zeigt, dass die frühzeitige Einführung einer digitalen Emissionsverfolgung eine wichtige Grundlage für reibungslose Compliance-Prozesse schafft.
Ebenso wurde deutlich, dass eine proaktive Auseinandersetzung mit EU-Regularien - inklusive lokaler Sprache und lokaler Quellen - die Navigation in einem komplexen regulatorischen Umfeld erleichtert.
Darüber hinaus kann eine konsequente Integration von Compliance- und Traceability-Prozessen nicht nur regulatorische Anforderungen absichern, sondern auch langfristige Competitive advantages schaffen.
Durch die Ausrichtung auf die EU-CBAM-Anforderungen konnte das Unternehmen die Grundlage dafür schaffen, seine Aluminiumexporte in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld abzusichern.
Die fortlaufende Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Dienstleister wie Artem, der regulatorischen Entwicklungen verfolgt und gemeinsam mit EU-Politik-Makern an neuen Anforderungen arbeitet, unterstützt dabei, auch zukünftige Nachhaltigkeitsanforderungen frühzeitig zu adressieren.
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