CBAM steht für Carbon Border Adjustment Mechanism (Kohlenstoffgrenzausgleichsmechanismus). Vereinfacht gesagt ist das eine Maßnahme, die die Europäische Union einführt, um wettbewerbsfähige Produkte aus Drittländern, die nicht denselben Preis für CO2-Emissionen zahlen wie EU-Unternehmen, auszugleichen. Stell dir vor, ein Unternehmen in der EU muss für die CO2-Emissionen seiner Produktion bezahlen. Ein Unternehmen außerhalb der EU, das aber Produkte in die EU verkauft, muss das nicht oder nur in geringerem Maße. Das wäre ein unfairer Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen außerhalb der EU. Der CBAM soll also sicherstellen, dass die Kosten für CO2-Emissionen, die bei der Herstellung bestimmter Waren entstehen, die in die EU importiert werden, eingerechnet werden. Damit: * **Wettbewerbsgleichheit schaffen:** EU-Unternehmen sollen nicht benachteiligt werden, weil sie CO2-Kosten tragen. * **Klimaschutz fördern:** Ländern, die keine strengen CO2-Preise haben, wird ein Anreiz gegeben, diese ebenfalls einzuführen, um Handelshürden für ihre Produkte zu vermeiden. * **"Carbon Leakage" verhindern:** Das ist das Risiko, dass Unternehmen aus der EU abwandern, weil die Kosten für CO2 dort zu hoch sind. Wenn also bestimmte Waren (wie Zement, Eisen, Stahl, Aluminium, Düngemittel, Strom etc.) aus Nicht-EU-Ländern in die EU importiert werden, müssen die Importeure nachweisen, wie viele Treibhausgase bei der Herstellung dieser Waren ausgestoßen wurden. Entsprechend dem CO2-Preis in der EU müssen sie dann eine Art Zölle bezahlen. Das ist so, als ob sie das CO2-Zertifikat kaufen müssten, das sie für die Produktion in der EU auch kaufen müssten.

Autor:
13. April 2026

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Lesezeit: 3 min.

CBAM einfach erklärt: Warum gleiche CO₂-Kosten fair sind - und Europas Industrie stärken

Der Klimaschutz verändert die Wirtschaft. Unternehmen in der EU zahlen bereits heute für ihre CO₂-Emissionen. Gleichzeitig wurden viele Produkte bisher günstiger aus dem Ausland importiert, obwohl sie dort oft mit höhere Emissionen hergestellt wurden.

Genau hier setzt CBAM an.
CBAM sorgt dafür, dass für CO₂ gilt überall derselbe Preis - unabhängig davon, wo ein Produkt hergestellt wird.

Das ist keine neue Umweltsteuer, sondern eine Ausgleichssystem, das faire Wettbewerbsbedingungen schafft und die europäische Industrie schützt.

Das Grundproblem: Ungleiche CO₂-Kosten

In der Europäische Union gilt seit Jahren:

  • Wer in der EU produziert, muss für CO₂ zahlen

  • Wer außerhalb der EU produziert, oft nicht

Das führt zu zwei Problemen:

  1. Wettbewerbsnachteile für EU-Unternehmen

  2. Verlagerung der Produktion ins Ausland („Carbon Leakage“)

Kurz gesagt:
-> Klimaschutz wird bestraft, statt belohnt.

Was es heute schon gibt: CO₂-Preis in der EU

Um CBAM zu verstehen, muss man wissen, welche Systeme es bereits gibt.

1. CO₂-Zertifikate (EU-Emissionshandel)

Große Industrieanlagen in der EU (z. B. Stahlwerke, Zementfabriken) unterliegen dem EU-Emissionshandelssystem.

Das bedeutet:

  • Für jede Tonne CO₂ wird ein Zertifikat benötigt

  • Zertifikate haben eine Marktpreis

  • Je knapper sie werden, desto teurer wird CO₂.

-> Ergebnis:
Die Produktion in der EU wird klimafreundlicher - aber auch teurer.

2. Nationale CO₂-Steuern (z. B. auf Energie)

Zusätzlich gibt es in vielen Ländern CO₂-Steuern, etwa auf:

  • Heizöl

  • Erdgas

  • Kraftstoffe

Diese wirken vor allem im Energie- und Verkehrsbereich und ergänzen den Emissionshandel.

Das Ungleichgewicht im internationalen Handel

Bis vor Kurzem galt:

  • EU-Produkte → CO₂-Kosten

  • Weltweite Importprodukte → oft keine CO₂-Kosten

Das führte dazu, dass:

  • klimafreundliche EU-Produkte teurer waren

  • emissionsintensive Importe günstiger erschienen

->Nicht weil sie besser sind - sondern weil sie keinen CO₂-Preis zahlen.

Die Lösung: CBAM

CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) setzt genau hier an.

Die einfache Idee

Ein Produkt soll überall denselben CO₂-Preis haben - egal, wo es hergestellt wurde.

CBAM sorgt dafür, dass:

  • Importierte Produkte beim Eintritt in die EU

  • eine CO₂-Preis zahlen, der dem EU-Preis entspricht

Ein einfaches Beispiel

Ohne CBAM

  • EU-Stahl → zahlt CO₂-Kosten

  • Auslands-Stahl → zahlt keine CO₂-Kosten
    -> Auslands-Stahl ist günstiger

Mit CBAM

  • EU-Stahl → zahlt CO₂-Kosten

  • Auslands-Stahl → zahlt denselben CO₂-Preis beim Import
    -> Gleiche Wettbewerbsbedingungen

Wichtig: CBAM ist keine Strafe

CBAM bedeutet nicht:

  • „Ausländische Produzenten werden bestraft“

  • „Umweltschäden werden nachträglich bezahlt“

CBAM bedeutet:

  • gleiche Spielregeln

  • gleiche CO₂-Kosten

  • fairer Wettbewerb

Wenn ein Drittland bereits einen CO₂-Preis hat, wird dieser angerechnet.
Gezahlt wird nur die Differenz.

Warum CBAM die EU-Industrie stärkt

CBAM bewirkt mehrere Dinge gleichzeitig:

1. Schutz vor unlauterem Wettbewerb

EU-Unternehmen werden nicht länger benachteiligt, nur weil sie klimafreundlicher produzieren.

2. Planungssicherheit für Investitionen

Unternehmen können in:

  • grüne Technologien

  • effizientere Prozesse

  • neue Produktionsanlagen
    investieren, ohne Angst vor Billigimporten ohne CO₂-Kosten.

3. Anreiz für globale Dekarbonisierung

Auch Produzenten außerhalb der EU haben plötzlich einen Grund:

  • Emissionen zu senken

  • saubere Energie zu nutzen

Wie alles zusammenhängt - in einem Satz

CO₂-Zertifikate bepreisen Emissionen in der EU.
CO₂-Steuern ergänzen das nationale.
CBAM sorgt dafür, dass Importe denselben CO₂-Preis zahlen.

Die einfache Merkhilfe

Produktion in der EU → CO₂-Zertifikate
Energieverbrauch → CO₂-Steuer
Importe in die EU → CBAM

-> Ziel: gleiche CO₂-Kosten für alle

Fazit

CBAM is not a trade barrier and not a punitive measure.
Es ist ein notwendiger Ausgleich, damit Klimaschutz nicht zu einem Wettbewerbsnachteil wird.

Indem CO₂ überall denselben Preis bekommt, stärkt CBAM:

  • die europäische Industrie

  • den fairen Wettbewerb

  • den globalen Klimaschutz

Quellen & weiterführende Informationen

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Detaillierte Beschaffungskriterien finden Sie unten oder in unserem PDF-Leitfaden
Investitionsvolumen
  • Bis zu 100 Millionen Euro
Standort Qualität
  • A, B, C
Standort Qualität
  • Städtische Kerngebiete
  • Positive demografische Entwicklung
  • Wohnnachbarschaften
  • Gemischt genutzte Gebiete
  • Standorte mit stabilen sozioökonomischen Bedingungen
Zustand der Immobilie
  • Renovierungsbedürftig
  • Keine umfassende Neuentwicklung erforderlich
  • Standard- bis hochwertige Vermögenswerte
  • Gemischt genutzte Gebiete
Mieter
  • Kombination von hohen und niedrigen Mietniveaus in Betracht gezogen
  • Kann teilweise leerstehende Immobilien umfassen
Andere
  • Gemischt genutzte Portfolios
Investitionsvolumen
  • Bis zu 50 Millionen Euro
Standort Qualität
  • A, B
Standort Qualität
  • Etablierte Bürostandorte
  • Gemischt genutzte Gebiete
Zustand der Immobilie
  • Keine umfassende Neuentwicklung erforderlich
  • Sanierung nur im Falle einer Wiederverwendung in Betracht gezogen
Mieter
  • Einschließlich teilweise leerstehender Immobilien
  • Langfristige Leasingverträge Bevorzugt
Andere
  • Grundstücke mit Entwicklungspotenzialen
Investitionsvolumen
  • Bis zu 50 Millionen Euro
Standort Qualität
  • A, B
Standort Qualität
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